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KI-generierte Illustration: Pandemie / Infektionskrankheit

Pandemie / Infektionskrankheit

Bleiben Sie informiert, schützen Sie sich und andere und seien Sie bereit, sich zu Hause in Ruhe zu isolieren.

Allgemeines Risiko

Eine Pandemie ist ein weitverbreiteter Ausbruch einer Infektionskrankheit, die sich über viele Länder ausbreitet. Die meisten Menschen können sich und andere mit einfachen, bewährten Maßnahmen schützen: gute Hygiene, frische Luft, bei Krankheit zu Hause bleiben und offizielle Gesundheitshinweise befolgen. Nicht jeder Ausbruch ist schwerwiegend, und die Empfehlungen ändern sich, sobald die Behörden mehr erfahren — die wichtigste Gewohnheit ist deshalb, immer wieder verlässliche Quellen zu prüfen. Ein wenig Vorbereitung macht einen großen Unterschied. Wenn Sie sich ein bis zwei Wochen lang zu Hause selbst versorgen können, senken Sie Ihr eigenes Risiko, entlasten das Gesundheitswesen und helfen mit, die Ausbreitung zu verlangsamen. Diese Seite gibt ruhige, allgemeine Hinweise; befolgen Sie stets die konkreten Anweisungen Ihrer nationalen und örtlichen Gesundheitsbehörde.

Wenn es passiert

Nur wenn dieses Szenario droht oder bereits läuft — nicht die alltägliche Vorsorge. Zur Vorbereitung im Voraus siehe „So bereiten Sie sich vor“ und die Checkliste weiter unten.

Wenn ein Ausbruch bekanntgegeben wird

  1. 1Befolgen Sie die offiziellen Empfehlungen Ihrer nationalen und örtlichen Gesundheitsbehörde.
  2. 2Informieren Sie sich ausschließlich über vertrauenswürdige Quellen wie Gesundheitsministerien, das ECDC (Europäisches Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten) oder die WHO (Weltgesundheitsorganisation).
  3. 3Waschen Sie sich häufig die Hände mit Wasser und Seife, mindestens 20 Sekunden lang.
  4. 4Lüften Sie Räume regelmäßig, indem Sie die Fenster für einige Minuten weit öffnen.
  5. 5Halten Sie Abstand zu Menschen, die erkennbar krank sind.
  6. 6Erkundigen Sie sich telefonisch oder per Nachricht nach gefährdeten Familienmitgliedern, Freundinnen und Freunden sowie Nachbarn.

Wenn Sie oder jemand im Haushalt sich krank fühlt

  1. 1Bleiben Sie zu Hause und beschränken Sie den Kontakt zu anderen im Haushalt.
  2. 2Rufen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst an, bevor Sie persönlich vorbeikommen.
  3. 3Ruhen Sie sich aus, trinken Sie ausreichend und befolgen Sie die Behandlungshinweise, die Sie erhalten.
  4. 4Husten und niesen Sie in ein Taschentuch oder in die Armbeuge.
  5. 5Tragen Sie eine Mund-Nasen-Maske, wenn dies empfohlen wird, besonders in der Nähe anderer.
  6. 6Reinigen Sie gemeinsam genutzte Oberflächen, Türklinken und Bäder häufiger.

Im medizinischen Notfall

  1. 1Rufen Sie bei schwerer Atemnot, Brustschmerzen oder einem Kollaps die 112 an, den EU-weiten Notruf.
  2. 2Nennen Sie der Leitstelle die Symptome und jede bekannte Infektion.
  3. 3Befolgen Sie deren Anweisungen, während Sie auf Hilfe warten.

Wichtige Sicherheitshinweise

  • Rufen Sie in einem lebensbedrohlichen Notfall — schwere Atemnot, Brustschmerzen oder Bewusstlosigkeit — immer die 112 an.
  • Nehmen Sie keine verschreibungspflichtigen Medikamente, Antibiotika oder Virostatika ein, die Ihnen nicht verordnet wurden; falscher Gebrauch kann gefährlich sein, und Antibiotika wirken nicht gegen Viren.
  • Gehen Sie nicht unangekündigt in eine Arztpraxis, Apotheke oder ein Krankenhaus, wenn Sie ansteckend sein könnten — rufen Sie zuerst an, damit das Personal andere schützen kann.
  • Verlassen Sie sich nicht auf Gerüchte, Behauptungen in sozialen Medien oder ungeprüfte „Heilmittel“; folgen Sie ausschließlich offiziellen Gesundheitsbehörden.
  • Besuchen Sie gefährdete Personen (ältere, schwangere oder chronisch kranke Menschen) nicht und setzen Sie sie keinem Risiko aus, wenn Sie Symptome haben.
  • Machen Sie keine Hamsterkäufe und horten Sie keine Medikamente und Vorräte — das lässt andere, auch Kranke, ohne das zurück, was sie brauchen.

So bereiten Sie sich vor

Legen Sie einen überschaubaren Hausvorrat an

  1. 1Bevorraten Sie genug Lebensmittel und Trinkwasser, um ein bis zwei Wochen zu Hause bleiben zu können.
  2. 2Wählen Sie Vorräte, die sich gut halten und die Ihr Haushalt tatsächlich isst.
  3. 3Denken Sie auch an Vorräte für Haustiere im Haushalt.
  4. 4Füllen Sie Ihre Vorräte nach und nach auf, statt in Panik Hamsterkäufe zu machen.

Legen Sie Hygiene- und Medizinartikel bereit

  1. 1Halten Sie Seife, Handdesinfektionsmittel, Taschentücher und Reinigungsmittel zu Hause bereit.
  2. 2Bewahren Sie einige Mund-Nasen-Masken für den Fall auf, dass sie empfohlen werden.
  3. 3Halten Sie eine gut gefüllte Hausapotheke und ein funktionierendes Fieberthermometer bereit.
  4. 4Halten Sie einen kleinen Puffer Ihrer regelmäßig benötigten verschreibungspflichtigen Medikamente vor und fragen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt nach Folgerezepten.
  5. 5Halten Sie einfache Mittel wie Fieber- und Schmerzmittel bereit.

Planen Sie Betreuung und Alltag

  1. 1Klären Sie, wer Kinder oder pflegebedürftige Angehörige betreuen würde, falls jemand erkrankt.
  2. 2Notieren Sie wichtige Telefonnummern: Arztpraxis, Apotheke, ärztlicher Bereitschaftsdienst.
  3. 3Fragen Sie nach der Möglichkeit, von zu Hause aus zu arbeiten oder zu lernen, falls dies nötig wird.
  4. 4Richten Sie eine Möglichkeit ein, offizielle Warnungen zu empfangen, etwa eine Warn-App.

Gut zu wissen

  • Offizielle Empfehlungen ändern sich während einer Pandemie, sobald mehr bekannt wird — prüfen Sie regelmäßig vertrauenswürdige Quellen, statt nach veralteten Informationen zu handeln.
  • Das ECDC (Europäisches Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten) und die WHO veröffentlichen verlässliche, unpolitische Gesundheitsinformationen für die Öffentlichkeit.
  • Viele EU-Länder versenden Notfallinformationen über Cell-Broadcast-Systeme (EU-Alert) und nationale Apps wie das deutsche NINA oder KATWARN.
  • Einfache Maßnahmen wirken: Händewaschen, Lüften, Abstand halten und bei Krankheit zu Hause bleiben gehören zu den wirksamsten Mitteln, um die Ausbreitung zu verlangsamen.
  • Eine Impfung ist dort, wo sie angeboten und von den Gesundheitsbehörden empfohlen wird, einer der stärksten Schutzmechanismen für Sie und die gefährdeten Menschen in Ihrem Umfeld.

Checkliste zur Vorsorge

Die konkreten Schritte für dieses Szenario. Fügen Sie sie einem Plan hinzu, um Ihren Fortschritt zu verfolgen.

Maßnahmen

  • Bei Symptomen zu Hause bleiben und sich isolierenUnverzichtbar

    Bei den ersten Symptomen zu Hause zu bleiben ist eine der wirksamsten Maßnahmen, um Infektionsketten zu unterbrechen — jede vermiedene Ansteckung entlastet das Gesundheitswesen. Bleiben Sie zu Hause, bis Sie eindeutig genesen sind, halten Sie nach Möglichkeit Abstand zu Mitbewohnern und befolgen Sie die aktuellen Isolationsempfehlungen Ihrer Gesundheitsbehörde für den jeweiligen Ausbruch.

  • Häufig Hände waschen und Räume regelmäßig lüftenUnverzichtbar

    Zwanzig bis dreißig Sekunden mit einfacher Seife entfernen die meisten Krankheitserreger von den Händen — waschen Sie sie nach dem Heimkommen, vor dem Essen sowie nach Husten oder Naseputzen. Lüften Sie gemeinsam genutzte Räume mehrmals täglich, indem Sie die Fenster für einige Minuten weit öffnen; frische Luft verdünnt virushaltige Aerosole in Innenräumen.

  • Gefährdete Personen schützen und nach ihnen sehenUnverzichtbar

    Ältere, schwangere und chronisch kranke Menschen haben das höchste Risiko für schwere Verläufe. Meiden Sie den Kontakt zu ihnen vollständig, solange Sie Symptome haben. Erkundigen Sie sich stattdessen regelmäßig telefonisch oder per Nachricht, bieten Sie an, Einkäufe vor der Tür abzustellen, und tragen Sie eine dicht sitzende FFP2-Maske, falls ein Besuch wirklich nicht warten kann.

  • Vor dem persönlichen Besuch bei Arztpraxis oder Bereitschaftsdienst anrufen

    Ein Anruf vorab ermöglicht es der Praxis, andere Patienten und das Personal zu schützen — oft erhalten Sie Rat, ein Rezept oder einen gesonderten Termin, ohne im vollen Wartezimmer zu sitzen. Machen Sie das zur Regel, wann immer Sie ansteckend sein könnten. In einem echten Notfall, etwa bei schwerer Atemnot, rufen Sie stattdessen die 112 an.

Vorräte

  • Lebensmittel und Trinkwasser für 1–2 Wochen bevorratenUnverzichtbar

    Während einer Welle kann es nötig sein, sich eine Woche oder länger zu Hause zu isolieren. Wichtig sind daher lang haltbare Grundnahrungsmittel, die ohne Kochen auskommen: Konserven, Knäckebrot, H-Milch, Trockenobst, Nüsse. Planen Sie etwa 2 Liter Wasser pro Person und Tag und verbrauchen Sie den Vorrat im Alltag laufend mit, damit nichts ungenutzt abläuft.

  • Einen Puffer regelmäßig benötigter verschreibungspflichtiger Medikamente vorhaltenUnverzichtbar

    Apotheken und Praxen können überlastet und Lieferketten gestört sein. Amtliche deutsche Empfehlungen raten daher zu einem Vorrat von rund 10 Tagen für regelmäßig eingenommene verschreibungspflichtige Medikamente wie Asthmaspray oder Insulin. Klären Sie den zusätzlichen Bedarf vorab mit Arztpraxis oder Apotheke und ändern Sie Dosierungen niemals eigenmächtig.

  • Seife, Handdesinfektionsmittel, Taschentücher und Reinigungsmittel bevorratenUnverzichtbar

    Häufiges Händewaschen verbraucht Vorräte schneller als erwartet. Halten Sie daher Seife, Taschentücher, Toilettenpapier und Haushaltsreiniger für ein bis zwei Wochen bereit. Handdesinfektionsmittel ist die Ergänzung für unterwegs — wählen Sie ein als „viruzid“ (gegen Viren wirksam) gekennzeichnetes Produkt. Zu Hause bleiben Wasser und Seife erste Wahl.

  • Einige Mund-Nasen-Masken zu Hause bereithalten

    Ein kleiner Vorrat erspart Ihnen Einkäufe, sobald ein Ausbruch beginnt. FFP2-Masken (EN 149) liegen dicht am Gesicht an und filtern mindestens 94 % der Partikel in beide Richtungen; medizinische Masken (EN 14683) halten vor allem eigene Tröpfchen zurück. Für den Eigenschutz ist eine dicht sitzende FFP2-Maske ohne Ventil einer locker sitzenden OP-Maske vorzuziehen.

  • Hausapotheke, Fieberthermometer sowie Fieber- und Schmerzmittel bereithaltenUnverzichtbar

    Mit einem digitalen Fieberthermometer lässt sich ein Krankheitsverlauf objektiv verfolgen und am Telefon genau beschreiben. Halten Sie eine Hausapotheke nach Maßstab der DIN 13157 bereit, ergänzt um einfache Fieber- und Schmerzmittel — dosiert nach Beipackzettel, kühl, trocken und kindersicher gelagert, nicht im Badezimmer. Prüfen Sie die Verfallsdaten jährlich.

Fähigkeiten

  • Einen Betreuungsplan für Kinder und Angehörige abstimmen

    Krankheit kündigt sich selten an. Vereinbaren Sie deshalb jetzt, wer einspringt, wenn Sie ausfallen: Benennen Sie eine Ersatzbetreuung für Kinder, pflegebedürftige Angehörige oder Haustiere und tauschen Sie Schlüssel und Telefonnummern aus. Notieren Sie Medikamentenpläne, Arztkontakte und Tagesabläufe und gehen Sie den Plan einmal gemeinsam durch, damit er im Ernstfall trägt.

Wissen & prüfen

  • Nur vertrauenswürdigen offiziellen Gesundheitsquellen folgenUnverzichtbar

    Gerüchte und Wundermittel verbreiten sich schneller als jedes Virus — danach zu handeln kann gefährlich sein. Speichern Sie schon jetzt Ihre nationale Gesundheitsbehörde als Lesezeichen, ebenso das ECDC der EU und die WHO, und prüfen Sie diese Quellen während eines Ausbruchs erneut. Empfehlungen ändern sich mit neuen Erkenntnissen — alte Ratschläge können daher falsch sein.

  • Eine offizielle Warn-App installieren (z. B. NINA)

    Jedes EU-Land betreibt ein mobiles Warnsystem — meist über EU-Alert (Cell Broadcast), das ohne App auf den meisten modernen Mobiltelefonen funktioniert. Eine nationale Warn-App ergänzt Details und regionale Gesundheitshinweise; in Deutschland sind das NINA oder KATWARN. Prüfen Sie in den Benachrichtigungs- oder Sicherheitseinstellungen Ihres Telefons, ob Notfallwarnungen aktiviert sind.

Offizielle Quellen

Inhalt zuletzt geprüft: 24. Juli 2026