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Allgemeine Informationen – kein Ersatz für offizielle Anweisungen. Wählen Sie im Notfall die 112.

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KI-generierte Illustration: Hitzewelle

Hitzewelle

Abkühlen, Wasser nur bei vollem Bewusstsein, Nachbarn prüfen — Hitze tötet in Europa jeden Sommer leise.

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Ob Ihre Straße betroffen ist, beantworten nur die amtlichen Karten für Ihren Ort.

Städtische Hitzeinseln zählen. Kühle Räume, öffentliche Kühlorte und Hitzewarnungen kennen.

Amtliche Karten

Cell Broadcast am Handy aktivieren, damit Warnungen ohne App ankommen.

Hitzewellen gehören zu den tödlichsten Naturgefahren Europas. Hohe Temperaturen, besonders mit schwülen Nächten und ohne Kühlung zu Hause, belasten das Herz und können zu Hitzeerschöpfung oder Hitzschlag führen. Ältere Menschen, Säuglinge, Schwangere, Menschen in Außenarbeit und chronisch Kranke sind besonders gefährdet. Einfache Maßnahmen retten Leben: mittags der Hitze ausweichen, regelmäßig trinken (wenn voll wach und nicht ärztlich flüssigkeitsbeschränkt), Körper kühlen und Alleinlebende prüfen. Rufen Sie die 112 bei Verwirrtheit, Ohnmacht, heißer trockener Haut oder wenn jemand nicht mehr schwitzt und nicht ansprechbar ist.

Wenn es passiert

Nur wenn dieses Szenario droht oder bereits läuft — nicht die alltägliche Vorsorge. Zur Vorbereitung im Voraus siehe „So bereiten Sie sich vor“ und die Checkliste weiter unten.

Sich bei extremer Hitze schützen

  1. 1Bleiben Sie in den heißesten Stunden (oft am frühen Nachmittag) im kühlsten Raum.
  2. 2Schließen Sie tagsüber Vorhänge und Rollläden an sonnenseitigen Fenstern; lüften Sie nur, wenn die Außenluft kühler ist (oft nachts).
  3. 3Tragen Sie leichte, lockere Kleidung; machen Sie draußen oft Pausen und arbeiten Sie möglichst im Schatten und am frühen Morgen.
  4. 4Trinken Sie regelmäßig Wasser, meiden Sie übermäßigen Alkohol und essen Sie leichte Mahlzeiten.
  5. 5Kühlen Sie den Körper: lauwarme Duschen, feuchte Tücher an Nacken und Handgelenken; Ventilator nur, wenn die Luft nicht extrem heiß ist.
  6. 6Niemals Kinder oder Tiere im parkenden Auto lassen — die Temperatur steigt binnen Minuten lebensgefährlich an.

Jemandem mit Hitzekrankheit helfen

  1. 1Bringen Sie die Person an einen kühlen Ort und lockern Sie enge Kleidung.
  2. 2Kühlen Sie die Haut mit Wasser und Fächeln; legen Sie, wenn vorhanden, Kühlakkus an Nacken, Achseln und Leisten.
  3. 3Geben Sie Wasser nur, wenn die Person voll wach ist und sicher schlucken kann.
  4. 4Rufen Sie die 112 bei Verwirrtheit, Krampfanfall, Bewusstlosigkeit oder fehlender Besserung — das kann ein Hitzschlag sein, ein medizinischer Notfall. Ist es nicht lebensbedrohlich, Sie brauchen aber ärztlichen Rat, hilft der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116117.
  5. 5Schmerzmittel senken keine Hitzetemperatur – kühlen und die 112 rufen statt Tabletten.

Andere im Blick behalten

  1. 1Rufen Sie ältere Nachbarn und Alleinlebende in einer Hitzewelle mindestens einmal täglich an oder besuchen Sie sie.
  2. 2Achten Sie bei Menschen, die draußen arbeiten, bei Lieferdiensten und bei obdachlosen Menschen auf Anzeichen von Hitzestress.
  3. 3Kennen Sie den nächsten kühlen öffentlichen Ort (Bibliothek, Einkaufszentrum, ausgewiesener „kühler Ort“), falls Ihre Wohnung heiß bleibt.

Wichtige Sicherheitshinweise

  • Geben Sie einer benommenen, verwirrten oder bewusstlosen Person keine Flüssigkeit — Aspirationsgefahr; rufen Sie die 112.
  • Ein Ventilator allein reicht bei Raumtemperaturen über etwa 35 °C oft nicht aus, um den Körper zu kühlen — benetzen Sie die Haut und suchen Sie kühlere Orte auf.
  • Alkohol und schwere Mahlzeiten verstärken bei Hitze die Dehydrierung.
  • Dunkle Autos und geschlossene Räume heizen sich schneller auf als die Außenluft — für Kinder und Haustiere zählen Minuten.

So bereiten Sie sich vor

Vor dem Sommerhöhepunkt

  1. 1Installieren oder prüfen Sie Ventilatoren und Beschattung und lassen Sie eine vorhandene Klimaanlage warten.
  2. 2Legen Sie zusätzliches Wasser an; kennen Sie die Kontakte von Apotheke und Arztpraxis für Dauermedikamente, die mit Hitze wechselwirken.
  3. 3Planen Sie für heiße Nächte kühlere Schlafmöglichkeiten, etwa im Erdgeschoss oder mit Durchzug.
  4. 4Beachten Sie die Hitzewarnungen des DWD über die Apps WarnWetter und NINA.

Medikamente und Gesundheit

  1. 1Fragen Sie Arzt oder Apotheke, ob Ihre Medikamente Sie hitzeempfindlicher machen.
  2. 2Lagern Sie Insulin und andere hitzeempfindliche Medikamente wie vorgeschrieben – bei Bedarf in einer Kühltasche.
  3. 3Vermeiden Sie intensiven Sport in der größten Hitze und verlegen Sie Sport im Freien auf kühlere Stunden.

Gut zu wissen

  • Die 112 ist in Deutschland und EU-weit kostenlos, funktioniert ohne Guthaben und über jedes verfügbare Netz. Ohne SIM-Karte ist in Deutschland kein Notruf möglich – die Karte muss eingelegt sein.
  • Die WHO Europa schreibt heißen Sommern zehntausende zusätzliche Todesfälle zu.
  • Der DWD warnt in zwei Stufen: „starke Wärmebelastung“ (gefühlte Temperatur etwa 32 °C) und „extreme Wärmebelastung“ (etwa 38 °C) – die Warnungen kommen über die Apps WarnWetter und NINA. Nehmen Sie beide Stufen ernst.

Checkliste zur Vorsorge

Die konkreten Schritte für dieses Szenario. Fügen Sie sie einem Plan hinzu, um Ihren Fortschritt zu verfolgen.

Maßnahmen

  • Tags Beschatten, nachts lüften planenUnverzichtbar

    Hitze dringt vor allem durch Glas ein; Beschattung außen vor dem Fenster hält deutlich mehr ab als Vorhänge innen. Schließen Sie tagsüber Fenster und Rollläden oder Jalousien, sobald die Außenluft wärmer ist als die Raumluft, und öffnen Sie nachts und am frühen Morgen alles weit, um die Wärme hinauszulüften.

  • Täglicher Check bei gefährdeten NachbarnUnverzichtbar

    Die meisten Hitzetodesfälle geschehen still zu Hause, oft bei allein lebenden älteren Menschen, die Durst spät spüren und die Gefahr unterschätzen. Vereinbaren Sie für die Dauer einer Warnung einen festen täglichen Anruf oder Besuch, idealerweise zur Nachmittagshitze, und prüfen Sie, ob die Person trinkt, die Wohnung beschattet hält und noch klar wirkt.

Vorräte

  • Extra Trinkwasser vorrätigUnverzichtbar

    Bei Hitze braucht der Körper deutlich mehr als den üblichen Planungswert von etwa 2 Litern pro Person und Tag – planen Sie pro Kopf mehrere Liter zusätzlich als Hitzereserve ein. Original verschlossenes Flaschenwasser hält kühl und dunkel gelagert am längsten; leeren und befüllen Sie selbst abgefüllte lebensmittelechte Behälter etwa alle sechs Monate neu.

Fähigkeiten

  • Hitzschlag-Zeichen und 112-Kriterien kennen

    Hitzeerschöpfung – starkes Schwitzen, Schwäche, Übelkeit – bessert sich durch Ruhe an einem kühlen Ort, schluckweise Wasser und befeuchtete Haut; ein Hitzschlag nicht. Rufen Sie bei Verwirrtheit, Ohnmacht oder heißer trockener Haut die 112, kühlen Sie die Person, während Sie warten, und geben Sie Flüssigkeit nur, wenn sie voll wach ist. Bessert sich eine Hitzeerschöpfung nicht, besteht aber keine Lebensgefahr, hilft der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116117. Ein Erste-Hilfe-Kurs macht das zur Routine.

Wissen & prüfen

  • Offizielle Hitzewarnungen verfolgenUnverzichtbar

    Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt in zwei Stufen – „starke Wärmebelastung“ ab einer gefühlten Temperatur von etwa 32 °C und „extreme Wärmebelastung“ ab etwa 38 °C; die höhere Stufe aktiviert oft kommunale Hitzeaktionspläne. Prüfen Sie im Sommer jeden Morgen die Vorhersage und aktivieren Sie Push-Warnungen; die Warnungen kommen über die DWD-App WarnWetter und die Warn-App NINA.

  • Fragen, ob Medikamente Hitze-Risiko erhöhen

    Manche gängigen Medikamente, darunter Entwässerungsmittel, Blutdrucksenker und einige Psychopharmaka, können Schwitzen, Flüssigkeitshaushalt oder Temperaturregulation beeinträchtigen. Gehen Sie Ihre Liste vor dem Sommer mit Arzt oder Apotheke durch, ändern Sie eine Dosis nie eigenmächtig und fragen Sie, welche Medikamente kühl gelagert werden müssen.

  • Nächsten kühlen öffentlichen Ort kennen

    Einige Stunden täglich in kühler Umgebung helfen dem Körper, sich zu erholen – besonders wichtig, wenn die Wohnung keine Klimaanlage hat und nachts warm bleibt. Erkunden Sie Möglichkeiten im Voraus, etwa Bibliotheken, Museen, Einkaufszentren oder Kirchen, und prüfen Sie, ob Ihre Stadt eine Karte ausgewiesener kühler Orte veröffentlicht.

  • Nie Kinder/Tiere im Auto lassenUnverzichtbar

    Ein geparktes Auto wird binnen Minuten zum Backofen, auch im Schatten oder mit leicht geöffnetem Fenster; Kinderkörper heizen sich weit schneller auf als die von Erwachsenen. Machen Sie auch für kurze Besorgungen keine Ausnahme, und rufen Sie sofort die 112, wenn Sie ein Kind oder Tier in einem heißen Auto eingeschlossen sehen.

Offizielle Quellen

Inhalt zuletzt geprüft: 4. September 2026