Zum Inhalt springen

Allgemeine Informationen – kein Ersatz für offizielle Anweisungen. Wählen Sie im Notfall die 112.

Notgepäck und Haushaltsvorrat

Was ins Notgepäck und in den Haushaltsvorrat gehört — für Stromausfall, Evakuierung und Alltagskrisen. Klar, praxisnah, nach den Empfehlungen des BBK.

Ein Vorrat ist kein Bunker. Er ist ein ruhig zusammengestellter Satz Dinge, mit dem Sie mehrere Tage zu Hause auskommen — oder schnell das Nötigste mitnehmen können. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) empfiehlt Vorräte für möglichst zehn Tage, mindestens aber für drei Tage; die 72 Stunden der EU sind die Untergrenze, nicht das Ziel. Ein Notgepäck, das pro Person für etwa 72 Stunden gepackt ist, deckt den Fall, dass Sie das Haus verlassen müssen.

Haushaltsvorrat (zu Hause bleiben)

Kühl, trocken und im Dunkeln erreichbar lagern. Mit dem normalen Einkauf rotieren („lebender Vorrat“) und die Haltbarkeit zweimal im Jahr prüfen.

  • Trinkwasser: 2 Liter pro Person und Tag — 1,5 Liter zum Trinken und 0,5 Liter zum Kochen. Für zehn Tage sind das 20 Liter pro Person; beginnen Sie mit drei Tagen und bauen Sie den Vorrat aus.
  • Lebensmittel, die ohne Kühlung haltbar sind und kalt gegessen werden können: Konserven, Reis, Nudeln, Trockenobst, Nüsse, Knäckebrot; manueller Dosenöffner. Campingkocher mit Gaskartuschen zum Kochen — nur im Freien oder auf dem Balkon, nie in geschlossenen Räumen (Kohlenmonoxid), und nie ein Holzkohlegrill in Innenräumen.
  • Batterie- oder Kurbelradio (UKW/DAB+), Taschenlampe oder Stirnlampe, Ersatzbatterien, geladene Powerbank, Kerzen und Streichhölzer oder Feuerzeug.
  • Erste-Hilfe-Set, verordnete Medikamente für mehrere Tage, Kopien wichtiger Dokumente wasserdicht in einer Dokumentenmappe.
  • Bargeld in kleinen Scheinen — Kartenterminals und Geldautomaten fallen ohne Strom aus — Hygieneartikel, Müllbeutel sowie Campingtoilette oder Eimer mit Beuteln, falls das Wasser ausfällt.
  • Für Babys, Haustiere oder medizinische Geräte: spezifische Vorräte und bei Bedarf Ersatzstrom.

Notgepäck (schnell raus)

Ein Rucksack pro Person, griffbereit an der Tür. Das BBK bemisst das Notgepäck für etwa 72 Stunden — leicht packen, Sie gehen vielleicht zu Fuß; Schweres nach unten.

  • Trinkflasche und Snacks für den ersten Tag, Ladekabel und Powerbank, Taschenlampe.
  • Personalausweis, Versichertenkarte, Schlüssel, etwas Bargeld, verordnete Medikamente für mehrere Tage, die Dokumentenmappe mit den Kopien.
  • Warme Schicht, Regenschutz, Wechselkleidung, feste Schuhe (oder daneben bereitlegen).
  • Kleines Erste-Hilfe-Set, Hygieneartikel, ein kleines UKW-Radio, Zettel mit Kontakten und Treffpunkten.
  • Wenn Sie Auto fahren: ein ähnliches Mini-Set im Auto — aber verlassen Sie sich nie allein auf das Auto, und fahren Sie nie durch Hochwasser.

Was Sie nicht übertreiben müssen

Exotische Ausrüstung und ein Lager brauchen Sie nicht. Wasser und einfache Nahrung zählen mehr als Gadgets. Kaufen Sie etwas mehr von dem, was Sie ohnehin essen, und rotieren Sie es, damit nichts jahrelang liegt. Im Notfall 112 wählen — der Vorrat unterstützt Sie, er ersetzt keine Hilfe.

Nach dem Ratgeber für Notfallvorsorge des BBK (Vorrat für möglichst zehn, mindestens drei Tage; 2 Liter Wasser pro Person und Tag). An Ihren Haushalt anpassen.

Inhalt zuletzt geprüft: 4. September 2026

Verwandte Szenarien